Unterricht

Anders lernen an der Waldorfschule

Wie alle Waldorfschulen verfolgt die Freie Waldorfschule Kleinmachnow einen eigenständigen pädagogischen Ansatz, der sich bewusst von staatlichen Schulen unterscheidet. Der Unterricht orientiert sich nicht nur an festen Lehrplänen, sondern an der Entwicklung der Kinder, ihren Interessen und einem ganzheitlichen Lernen, das fachliche, praktische, künstlerische und soziale Kompetenzen miteinander verbindet. 

In diesem Rahmen entwickeln sich die Lehrpläne flexibel weiter, angepasst an die Bedürfnisse der Klassen. Außerdem spielt das Klassenlehrer:innenprinzip eine zentrale Rolle: Lehrer:innen begleiten ihre Klassen über mehrere Jahre hinweg, schaffen Kontinuität und Orientierung und gestalten den Unterricht eng abgestimmt auf die individuelle Entwicklung der Schüler:innen.

Ein flexibler Lehrplan

Der Lehrplan der Waldorfschulen, bekannt als „Richter-Lehrplan“ (benannt nach Prof. Dr. Ernst Richter, der die ersten systematischen Unterrichtspläne für Waldorfschulen zusammenstellte), bildet einen flexiblen Rahmen für den Unterricht. 

Er ist nicht starr, sondern entwickelt sich kontinuierlich weiter: In enger Zusammenarbeit von Lehrkräften und Schüler:innen wird er laufend angepasst, individualisiert und auf die konkreten Bedürfnisse der Klasse zugeschnitten. Trotz dieser Flexibilität basiert der Lehrplan auf bewährten Inhalten und fundierten Bildungszielen, sodass eine solide, ganzheitliche Schulbildung der Kinder gewährleistet wird. Auf diese Weise entsteht ein lebendiger, praxisnaher Lehrplan, der fachliche Inhalte, praktische Erfahrungen und die Entwicklung der Kinder in Einklang bringt.

Das Prinzip Waldorfklassenlehrer:in

Ein zentrales Merkmal des Unterrichts an der Waldorfschule ist das Klassenlehrer:innenprinzip. Die Klassenlehrer:innen begleiten ihre Klasse von der Einschulung bis in die Pubertät und bieten den Kindern dadurch Kontinuität, Beziehung und Orientierung. 

In den ersten Schuljahren liegt der Fokus auf den grundlegenden Kulturtechniken und der Sachkunde, bevor der Unterricht zunehmend in einzelne Fächer ausdifferenziert wird. Um dies erfolgreich umzusetzen, bringen Waldorf-Lehrkräfte neben fachlicher Kompetenz auch Einfühlungsvermögen, pädagogische Flexibilität und Entwicklungskenntnis mit. Diese Fähigkeiten werden während einer umfassenden fachlichen, pädagogischen und anthroposophischen Ausbildung erworben.